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REFA-Consulting AG - die europäische Beratungsgesellschaft für Industrial Engineering

Beratungsgesellschaft
Interview mit Prof. Dr. Oliver B. Störmer, Vorstand der REFA Consulting AG

Der Name REFA Consulting AG steht für eines der großen, weltweit tätigen Consultingunternehmen im Bereich des Industrial Engineering. Seine Wurzeln – die Gründung des REFA-Verbandes – reichen bis 1924 zurück. Somit gehört die REFA Consulting AG zusammen mit ihren Rechtsvorgängern zu den ältesten Beratungshäusern Deutschlands. Zeiten und Prozesse optimieren, Kosten reduzieren, Rationalisierungspotenziale aufdecken und erschließen – das sind die wesentlichen Beratungsfelder der REFA Consulting AG.


Herr Professor Störmer, die REFA Consulting AG ist in einer neuen Rechtsform gestartet. Eine Aktiengesellschaft, welche sich aus einem Verein entwickelt, das ist schon etwas Besonderes, oder?

Das ist richtig. Der REFA-Verband hatte sein Beratungs-Know-how vor mehr als 20 Jahren bereits in eine GmbH ausgelagert, um hier Wissen zu bündeln sowie professionell und marktgerecht auftreten zu können. Nun ist diese GmbH immer weiter gewachsen und hat sich zu einer der wichtigsten Industrieberatungen Deutschlands entwickelt. Mittlerweile hat sich auch der Kreis der Gesellschafter erweitert. Neben dem REFA-Bundesverband halten die beiden großen Landesverbände REFA Nord-West und REFA Bayern Aktienanteile. Entstanden ist eine starke, finanzkräftige Aktiengesellschaft, die auch umfassende Beratungsprojekte abwickeln kann. Gerade dies unterscheidet uns von den vielen kleinen Beratungsunternehmen. Wir sind in der Lage, für Konzerne auch mal ein Team von 20 bis 30 Consultants bereitzustellen und Projekte über Monate oder Jahre zu organisieren.
Gerade der Mittelstand, aber auch die Konzerne erwarten heute genau diese wirtschaftliche Kraft eines Beratungshauses, um die notwendige Sicherheit in Consultingprojekten zu erfahren.


Wie verträgt sich die Wurzel des gemeinnützigen Vereins REFA mit der REFA Consulting AG?

Auf den ersten Blick könnte man denken, dass dies nicht zusammenpasst, aber es ist eine geniale Kombination. Die vom REFA-Verband in fast 100 Jahren erarbeitete REFA-Methodik ist in der Anwendbarkeit und Praktikabilität die Grundlage unserer methodischen und inhaltlichen Beratung. Der Verein ist auch die Basis unserer hoch qualifizierten Berater. Somit muss man klar sagen, ohne diesen Verband wäre der Erfolg der REFA Consulting AG niemals möglich gewesen. Dass die international tätige Aktiengesellschaft heute das Aushängeschild der REFA Group ist, macht mich natürlich sehr stolz.


Wo liegen denn heute die Schwerpunkte der Beratung?

Wir arbeiten in den drei klassischen Bereichen der Industrieberatung: der Zeitwirtschaft, der Prozessoptimierung und der Potenzialanalyse.

  • Unsere Consultants ziehen alle Register bei der Optimierung der Zeitwirtschaft von Unternehmen. Vom Interview über Selbstaufschreibung, Schätzen, Multimomentaufnahme, Betriebsdatenerfassung und natürlich der REFA-Zeitaufnahme – das Repertoire an Zeitdatenermittlungsmethoden ist vielfältig und wird entsprechend dem Einsatzgebiet und der notwendigen Detaillierung ausgewählt. Eine Zeitwirtschaft basiert nie auf nur einem Ansatz, sondern verbindet in der Regel mehrere Methoden.
  • Die Prozessanalyse umfasst die systematische Zerlegung von betrieblichen Abläufen in seine Einzelteile, um Verständnis für den gesamten Prozess zu erlangen und um Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu erkennen.

Mit der Prozessanalyse und der anschließenden Prozessoptimierung werden die Effizienz bestehender Geschäftsabläufe und Produktionsprozesse sowie der Einsatz der hierfür benötigten Ressourcen kontinuierlich und nachhaltig verbessert. Die Prozessoptimierung steht deshalb in vielen Unternehmen permanent auf der Agenda. Wir optimieren Prozesse mit Hilfe der REFA-Methodik. Hierbei werden Durchlaufzeiten minimiert, Qualitätsstandards gesichert und Kosten gesenkt. Im Ergebnis wird so das betriebswirtschaftliche Ergebnis eines Unternehmens verbessert und dessen Wettbewerbsfähigkeit gestärkt.

  • Bei der Potenzialanalyse werden Schwachstellen identifiziert und Verbesserungsmöglichkeiten eruiert. Die Berater von REFA Consulting führen dazu detaillierte Analysen durch und erarbeiten Vorschläge für verbesserte Abläufe und Strukturen, ob in der Produktion, im Lager, im Materialfluss oder in der Materialbeschaffung.

In der Regel wird eine Potenzial- und Schwachstellenanalyse mit Kostenreduzierungen von 10 % bis zu 30 % belohnt. Unsere Berater führen die Beratung nur durch, wenn auch diese Einsparungen erreicht werden können. Andernfalls werden die Auftraggeber bereits in den ersten Tagen darüber informiert, dass keine wesentlichen Rationalisierungspotenziale zu finden sind. Die Beratung wird an dieser Stelle beendet.


Liegt Ihr Schwerpunkt eher in der Beratung von Konzernen oder im Mittelstand?

Wir haben in den letzten Jahren viele Beratungsprojekte bei großen Konzernen wie z.B. Siemens, Linde, Schindler oder der Schaeffler-Gruppe realisiert, aber wir sind genauso stark im Mittelstand aktiv. Ich habe dies genau nachgerechnet: Tatsächlich betreut unsere Industrieberatung zu jeweils ca. 50 % Mittelstand und Konzerne. Ich halte dies für eine ausgewogene Mischung, welche auch strategisch so von mir angestrebt ist.
Natürlich gibt es Beraterteams, die besser in Konzernen zu Recht kommen, und wieder andere Consultants, welche gerade Ihre Stärken im Mittelstand entfalten. Bei über 300 Beratern ist dies aber richtig und gut so.


Wie würden Sie die Haupteigenschaften Ihrer aktuellen REFA-Berater beschreiben?

Sie sind im guten Alter von 40 bis 60 Jahren, hoch motiviert, fachlich rundum kompetent. Es sind gestandene Persönlichkeiten, offen und sensibel, auch für zwischenmenschliche Beziehungen. Für die REFA Consulting AG können nur Berater tätig werden, die über das notwendige Basiswissen und über entsprechende Praxiserfahrung verfügen. Junior-Berater direkt von der Hochschule, wie in vielen anderen Beratungshäusern im Einsatz, finden in unseren Strukturen keinen Platz.


Herr Professor Störmer, was hat die REFA Consulting AG, was andere Beratungshäuser nicht haben?

Ich denke da spontan an zwei Punkte:

  • Die REFA Consulting AG stützt Ihre Arbeit auf die REFA-Methodik, welche seit Jahrzehnten von den Sozialpartnern akzeptiert Hier haben wir einen Türöffner, welcher uns immer wieder Vertrauen auf beiden Seiten – den Arbeitgebern wie den Arbeitnehmern - schenkt und Beratungsprojekte einfacher macht.
  • Fairness in der Beratung ist bei der REFA Consulting AG das oberste Gebot. Ich bin stolz darauf, dass – wie auch in unseren AGBs formuliert – der Kunde jeden Tag das Beratungsprojekt abbrechen kann und keine weiteren vertraglichen Pflichten eingeht. Ich habe auf der anderen Seite als Geschäftsführer oft Beratungshäuser erlebt, bei denen man sich direkt zu einem Tagesvolumen von 50 oder 100 Tagen verpflichten musste und nicht sicher war, ob auch tatsächlich die geforderte Leistung erbracht werden wird. Dies hat einen eher abgeschreckt und sehr skeptisch gemacht. Wir bauen im Gegensatz dazu auf Vertrauen und Fairness: Wenn der Kunde meint, dass die Beratung – aus welchem Grund auch immer – zu Ende ist, dann ist diese zu Ende. Zum Glück passiert dies extrem selten. Für mich ein Zeichen für die Qualität unserer Berater.


Auf Ihrer Homepage ist uns aufgefallen, dass die REFA Consulting AG auch Hard- und Software vertreibt.

Als Erfinder der Zeitwirtschaft sind wir seit vielen Jahren der führende Anbieter von Zeitaufnahmen, Multimomentaufnahmen und Prozessanalysen in Deutschland und international. Was liegt hier näher, als auch die entsprechende Soft- und Hardware zur Zeiterfassung  zu entwickeln? Niemand kennt die Methodik besser als wir. Somit bieten wir unseren Kunden eine ganze Produktfamilie an Software für die Zeiterfassung und Multimomentaufnahmen an. Für jede Aufgabe des Industrial Engineering wie Arbeitsstudien, Zeitaufnahmen und  Planzeitermittlungen haben wir die richtigen Erfassungs- und Auswertungssoftware bzw. das richtige Erfassungsgerät.


Wie stark ist Ihr Auslandsgeschäft?

Wir sind ganz klar in Deutschland gestartet und hier liegen auch unsere Wurzeln seit fast 100 Jahren. Österreich, Norditalien und die Schweiz stehen auf Rang 2 und auch im restlichen Europa sind wir in fast allen Ländern aktiv.
Weltweit ist natürlich China und der gesamte südostasiatische Raum sowie auch Mexiko im Automobilbereich als Schwerpunkte zu nennen. In diesen Ländern begleiten wir oftmals auch deutsche Unternehmen in ihren Werken.
Die fach- und stets praxisbezogene REFA-Beratung hat innerhalb von nur wenigen Jahren auch international echte Spuren hinterlassen. Seitens der Kunden wie auch der Mitbewerber sind wir bereits ein nicht mehr wegzudenkender internationaler Marktpartner. Darauf und auf unsere beeindruckende Kundenreferenzliste bin ich natürlich ausgesprochen stolz.


Nun sind die Begriffe Zeitwirtschaft, Prozessoptimierung und Potenzialanalyse ja positiv belegte Schlagwörter für viele Kunden, aber oft auch unscharf. Wie kann ein potenzieller Kunde einen besseren Zugang zu Ihren Beratungsleistungen bekommen?

Ich denke, der einfachste Weg führt über unsere Homepage, auf der jeder Kunde viele Fallbeispiele zu den unterschiedlichen Themen findet. Hier kann man sehr gut das methodische Vorgehen unserer Industrieberatung sehen und auch die Ergebnisse einschätzen. Das Kosten/Nutzen-Verhältnis unserer Beratungsprojekte ist für den Kunden in den meisten Fällen ersichtlich. Außerdem führen wir auch eine Liste unserer aktuellen Beratungsprojekte, so dass jeder Interessent leicht unsere Beratungsschwerpunkte erkennen kann.


Wo sehen Sie die REFA Consulting AG in fünf Jahren?

Ich sehe die REFA Consulting AG als eine der „Big 10“ im Beratungsgeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz und als klaren Marktführer im Bereich „Zeitwirtschaft, Prozessoptimierung und Potenzialanalyse“. Weiter wollen wir der Partner für deutsche Unternehmen im weltweiten Ausland sein, welcher unterstützt und auch langfristig begleitet.

Vielen Dank für dieses informative Gespräch.
Alles Gute für die weitere Entwicklung der REFA Consulting AG.

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